Weltgebetstag 2021 Vanuatu

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag und machen sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft

Am ersten Freitag im März, also heuer am 05. März 2021, stehen Frauen in über 150 Ländern auf und bilden eine Gebetskette und feiern miteinander Gottesdienste rund um den Globus. Der Weltgebetstag unterstützt jährlich mehr als 100 Projekte für die Rechte und Stärkung von Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt. Dieses Jahr haben die Frauen des pazifischen Inselstaats Vanuatu den Gottesdienst zum Thema: „Worauf bauen wir?“ vorbereitet.

In unseren Gemeinden wird zwar dieses Jahr der Weltgebetstag nicht stattfinden können, aber deshalb fällt er nicht aus. Auf „Bibel TV“ wird um 19 Uhr ein Gottesdienst übertragen und den ganzen Tag unter Weltgebetstag der Frauen.

 Worauf bauen wir?

Felsenfester Grund für alles Handeln sollten Jesu Worte sein. Dazu wollen die Frauen aus Vanuatu in ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2021 ermutigen. „Worauf bauen wir?“ ist das Motto des Weltgebetstags aus Vanuatu, in dessen Mittelpunkt der Bibeltext aus Matthäus 7, 24 bis 27 stehen wird. Denn nur das Haus, das auf festem Grund stehe, würden Stürme nicht einreißen, heißt es in der Bibelstelle bei Matthäus. Dabei gilt es Hören und Handeln in Einklang zu bringen: „Wo wir Gottes Wort hören und danach handeln, wird das Reich Gottes Wirklichkeit. Wo wir uns daran orientieren, haben wir ein festes Fundament – wie der kluge Mensch im biblischen Text. Unser Handeln ist entscheidend“, sagen die Frauen in ihrem Gottesdienst.

Sie stellen uns ihr Land vor und berichten uns über ihre Probleme auf den Inseln. Denn die 83 Inseln im pazifischen Ozean östlich von Australien sind vom Klimawandel betroffen, wie kein anderes Land.

Die steigenden Wassertemperaturen gefährden Fische und Korallen. Durch deren Absterben treffen die Wellen mit voller Wucht auf die Inseln und tragen sie Stück für Stück ab. Steigende Temperaturen und veränderte Regenmuster lassen Früchte nicht mehr so gut wachsen. Zudem steigt nicht nur der Meeresspiegel, sondern auch die tropischen Wirbelstürme werden stärker. So zerstörte zum Beispiel 2015 der Zyklon Pam einen Großteil der Inseln, 24 Menschen starben. Um dem entgegenzuwirken, gilt seit zwei Jahren ein rigoroses Plastikverbot. Die Nutzung von Einwegplastiktüten, Trinkhalmen und Styropor ist verboten. Wer dagegen verstößt muss mit eine Strafe von bis zu 900 Dollar rechnen.

Im vanuatuischen Parlament gibt es keine einzige Frau.

Die Rolle der Frau in Vanuatu beschränkt sich auf das Familienleben. Sie sollen sich „lediglich“ um das Essen, die Kinder und die Pflege der Senioren und Seniorinnen kümmern. Sie verkaufen auf den sogenannten „Mammas-Märkten“ was sie erwirtschaften können: Gemüse, Obst, gekochtes Essen und einfache Näharbeiten. So tragen sie einen Großteil zum Familieneinkommen bei. Die Entscheidungen treffen die Männer, denen sich Frauen traditionell unterordnen müssen. Machen Frauen das nicht, drohen ihnen auch Schläge. Das belegt die einzige Studie über Gewalt gegen Frauen in Vanuatu, die 2011 durchgeführt wurde: 60 Prozent der befragten 2.300 Frauen gaben demnach an, dass ihr Mann schon einmal gewalttätig geworden sei.

Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit: Zum Beispiel im pazifischen Raum, auch auf Vanuatu. Dort lernen Frauen sich über Medien eine Stimme zu verschaffen, damit ihre Sichtweisen und Probleme wahrgenommen werden. Oder in Indonesien, wo Frauen neben ökologischem Landbau lernen, welche Rechte sie haben und wie sie um deren Einhaltung kämpfen.

Wenn Sie den Weltgebetstag und dessen Projekte mit einer Spende unterstützen möchten:

Bankverbindung:

Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

Evangelische Bank EG, Kassel

IBAN: DE60 5206 0410 0004 0045 40

BIC: GENODEF1EK1

Abb.: Bild zum Weltgebetstag 2021 Vanuatu – mit dem Titel „Cyclon PAM II. 13th of March 2015“ © Juliette Pita (druckoptimiert) – Quelle: weltgebetstag.de/presse/downloads

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Annemarie Fuhrmann Verfasst von:

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